Der neue Querbrief ist da!

Liebe Leserinnen und Leser des Querbriefs,

die erste Ausgabe des Jahres 2012 ist da und hier gibt es vorab die ersten Artikel. Viel Spaß beim Lesen!

Die aktuelle Ausgabe “Militarisiert oder Zivilisiert” können Sie hier herunterladen.

25 Jahre Querbrief

Der erste Querbrief 1986. Er wurde von Harald Weller noch im Bleisatz hergestellt. Harald Weller ist der letzte Mitwirkende aus der ersten Stunde, er setzt den Querbrief bis heute – jetzt allerdings bleifrei am Computer.

Der erste Querbrief 1986. Er wurde von Harald Weller noch im Bleisatz hergestellt. Harald Weller ist der letzte Mitwirkende aus der ersten Stunde, er setzt den Querbrief bis heute – jetzt allerdings bleifrei am Computer.

Catharina Hopp/Martin Zint

Im April 1986, also genau vor 25 Jahren, wurde der erste Querbrief an die Mitglieder versandt! „Mit diesem Querbrief wollen wir nicht unsere alten Freunde vor den Kopf stoßen, wir denken sogar, daß sie mit uns einer Meinung sind, den Kreis unserer Freunde zu erweitern. Das bedeutet jedoch  einige Änderungen, sowohl was den Inhalt als auch was die äußere Form  unseres Rundbriefs betrifft.“

So steht es im Editorial des ersten Querbriefs von 1986, der den „Rundbrief für Mitglieder und Freunde“ ablöste. Bleiwüsten ohne Bilder Den Grund für  diese Änderung beschreibt Wolfgang Libera, seinerzeit Praktikant in der  WFD-Öffentlichkeitsarbeit, wie folgt: „Als ich in der Öffentlichkeitsarbeit anfing, gab es für die Spender einen so genannten ‚Rundbrief‘ mit  Informationen aus den Projekten. Das waren lose Blätter mit Bleiwüsten, ohne  Bilder, die auf Schreibmaschine geschrieben und auf grobem  Umweltschutzpapier gedruckt waren. Das sah in meinen Augen schlimm aus.“

Mit dieser Meinung stand er nicht alleine und so begann die Redaktion unter  Leitung von Jani Pietsch (damals Rolshoven) mit der Neugestaltung. „Der  Querbrief ist quasi mein Baby; Idee, Gestaltung und Umsetzung sind von mir“,  erinnert sie sich nicht ohne Stolz.

Quer-stehen, quer-liegen, anders sein

Neben der Änderung der Aufmachung stach vor allem der neue Name heraus. „Der Name Rundbrief war für unser neues Konzept zu altmodisch“, so  Wolfgang Libera. Die Bedeutung des Titels Querbrief erläutert er mit „Quer  von anders sein, von auch mal quer gehen, nicht mainstream sein, das  Kritische zulassend.“ Ähnlich beschreibt es auch Jani Pietsch in ihrem zweiten Editorial (Juni 1986): „Warum Querbrief, wurde auch gefragt (einige waren begeistert). Klingt ja wie Querulant, Quertreiber. Wir wollten mit diesem Namen signalisieren, daß wir gelegentlich quer-stehen quer-liegen wollen, d. h., daß uns an einer harmonischen, „runden“ Berichterstattung nicht gelegen ist.“

„… nicht den WFD-basisdemokratischen Spielregeln folgend“

Pietsch hatte damals gerade erst die Leitung der WFD-Öffentlichkeitsarbeit übernommen und mit der „Geburt“ des Querbriefes prompt für Diskussionen gesorgt. So heißt es im Editorial der zweiten Ausgabe weiter:  „Zustandegekommen ist der Name jedenfalls unter einem gewissen  Entscheidungsdruck, sozusagen in letzter Minute vor der letzten Korrektur im Satz; wohl völlig unüblich und nicht den WFD-basisdemokratischen  Spielregeln folgend und noch dazu unter maßgeblicher Beteiligung eines WFDPraktikanten und der neuen Mitarbeiterin für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, die sich auf das von ihr beim Einstellungsgespräch geforderte Durchsetzungs- und Entscheidungsvermögen berief. Insgesamt überwiegt aber die Zustimmung, und der Gewöhnungsprozeß setzt ein.“

Das Beständigste ist der Wandel

Langeweile kam aber nicht auf. Der Querbrief wurde im Laufe der Zeit seinem Namen immer wieder gerecht. Themen wurden aufgegriffen, von denen andere die Finger ließen und einige Nummern früherer Jahre sind vergriffen, weil sie so oft nachbestellt wurden. Aber auch gegenwärtig gibt es wieder eine Debatte um den Querbrief. Der Jahresbericht wurde aus Kostengründen zu einer Querbriefausgabe und weitere Veränderungen stehen an. Online-Kommunikation hat im politischen wie im journalistischen Bereich enorm an Bedeutung gewonnen. Dies sollte sich auch in der Öffentlichkeitsarbeit einer Organisation wie dem WFD widerspiegeln. Bei begrenzten Mitteln bedeutet Ausweitung auf der einen Seite Einsparungen an anderer Stelle. Auf die Öffentlichkeitsarbeit und den Querbrief bezogen, bedeutet das möglicherweise einen geringeren Umfang der einzelnen Hefte, die aber weiter vier Mal im Jahr erscheinen. Um dennoch weiter Trüffelschwein für entwicklungs- und friedenspolitische Themen sein zu können, könnte der WFD ein bis zwei Fachpublikationen pro Jahr herausgeben.

Ihre Meinung zu dem Thema interessiert uns! Schreiben Sie uns, per Postoder e-mail – info@wfd.de, oder kommentieren Sie unter www.querbriefonline.de